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Ratgeber · Stand Oktober 2026

Wärmepumpe Förderung 2026 in NRW. So viel zahlt der Staat

Für eine neue Wärmepumpe zahlt der Staat 30 bis 70 Prozent der Kosten. Bei kleinem Einkommen sind es bis zu 80 Prozent. Hier erklären wir in einfachen Worten, wer wie viel bekommt, welche Fristen gelten und wie Sie an das Geld kommen.

Das Wichtigste in Kürze

Das bekommen Sie
  • ✓Grundförderung. Jeder Hauseigentümer bekommt 30 Prozent Zuschuss.
  • ✓Klimabonus. Wer selbst im Haus wohnt und eine alte Heizung ersetzt, bekommt 16 Prozent dazu.
  • ✓Einkommensbonus. Bei kleinerem Einkommen kommen noch einmal 10 bis 40 Prozent dazu.
Das sollten Sie wissen
  • ✓Kostengrenze. Im Einfamilienhaus zählen höchstens 28.000 Euro Kosten.
  • ✓Stichtag. Ab dem 1. Februar 2027 gibt es weniger Geld.
  • ✓Antrag zuerst. Der Antrag muss gestellt sein, bevor die Arbeiten beginnen.

So setzt sich die Förderung zusammen

Das Geld kommt von der KfW. Das ist die Förderbank des Bundes. Die Förderung besteht aus drei Bausteinen, die zusammengezählt werden.

Die Grundförderung

30 Prozent bekommt jeder, dem das Haus gehört. Das gilt auch für Vermieter.

Der Klimabonus

16 Prozent gibt es zusätzlich, wenn Sie selbst im Haus wohnen und eine alte Heizung ersetzen. Dazu zählen Ölheizungen, Kohleheizungen, Nachtspeicher und Gasetagenheizungen. Eine normale Gasheizung zählt, wenn sie mindestens 20 Jahre alt ist.

Die alte Heizung muss noch funktionieren und wird ausgebaut. Dieser Baustein heißt Klimageschwindigkeitsbonus.

Der Einkommensbonus

Er hilft Haushalten mit kleinerem Einkommen, die selbst im Haus wohnen. Es zählt das zu versteuernde Einkommen des Haushalts. Die Summe finden Sie in Ihrem Steuerbescheid.

  • ✓Bis 30.000 Euro gibt es 40 Prozent dazu.
  • ✓Bis 40.000 Euro gibt es 30 Prozent dazu.
  • ✓Bis 50.000 Euro gibt es 10 Prozent dazu.

Lebt ein Kind unter 18 Jahren bei Ihnen, liegt die Einkommensgrenze insgesamt 10.000 Euro höher. Es zählt der Durchschnitt aus dem zu versteuernden Einkommen des zweiten und dritten Kalenderjahres vor Antragseingang. Bei einem Antrag im Jahr 2026 sind das die Bescheide für 2023 und 2024.

Die drei Bausteine werden zusammengezählt, die KfW deckelt die Summe aber bei 70 Prozent. Rechnerisch käme man mit 30 Prozent Grundförderung, 16 Prozent Klimabonus und 40 Prozent Einkommensbonus auf 86 Prozent, ausgezahlt werden dann aber 70 Prozent. Mehr ist nur möglich, wenn Sie selbst im Haus wohnen und Ihr Einkommen in der untersten Stufe liegt. Dann sind es bis zu 80 Prozent.

So viel Geld gibt es in Euro

Im Einfamilienhaus rechnet die KfW höchstens 28.000 Euro für die Wärmepumpe inklusive Einbau an. Kostet Ihre Wärmepumpe mehr, zählt für die Förderung trotzdem nur dieser Betrag.

Von diesen 28.000 Euro bekommen Sie einen Teil als Zuschuss zurück. Wie viel, hängt davon ab, ob Sie selbst im Haus wohnen und wie hoch Ihr Einkommen ist.

Ihre SituationEnthaltene FörderungSo kommt der Satz zustandeFördersatzZuschuss
VermieterGrundförderung3030 %8.400 €
Selbst im Haus, alte Heizung ersetzt+ Klimabonus30 + 1646 %12.880 €
Bei Haushaltseinkommen bis 50.000 €+ Einkommensbonus30 + 16 + 1056 %15.680 €
Bei Haushaltseinkommen bis 40.000 €+ höherer Einkommensbonus30 + 16 + 30 = 76, gedeckelt auf 70 %70 %19.600 €
Bei Haushaltseinkommen bis 30.000 €+ höchster Einkommensbonus30 + 16 + 40 = 86, gedeckelt auf 80 %80 %22.400 €

Lebt ein Kind unter 18 im Haushalt, gelten die Einkommensgrenzen 10.000 Euro höher. Ein Beispiel. Für 80 Prozent gilt regulär ein Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro. Mit Kind bekommen Sie dieselben 80 Prozent auch noch bei einem Haushaltseinkommen von 40.000 Euro. Die Beträge gelten für Anträge bis 31. Januar 2027 bei 28.000 Euro Kosten.

Ein Beispiel. Familie Becker aus Dortmund

Familie Becker wohnt im eigenen Haus und heizt mit einer 25 Jahre alten Gasheizung. Die neue Wärmepumpe kostet mit Einbau 30.000 Euro.

  • ✓Fördersatz. 30 Prozent Grundförderung plus 16 Prozent Klimabonus ergeben 46 Prozent.
  • ✓Auch wenn die Wärmepumpe inklusive Einbau 30.000 Euro kostet, rechnet die KfW mit höchstens 28.000 Euro.
  • ✓46 Prozent von 28.000 Euro sind 12.880 Euro Zuschuss.
  • ✓Familie Becker zahlt 17.120 Euro selbst.

Warum sich Warten nicht lohnt

Die Förderung sinkt in festen Schritten. Es zählt der Tag, an dem Sie den Antrag stellen. Die Tabelle zeigt, wie sich der Klimabonus und die anrechenbaren Kosten je nach Antragsdatum ändern. Die 30 Prozent Grundförderung bleiben immer gleich und kommen zu jedem Wert noch dazu.

Antrag abKlimabonusAnrechenbare Kosten
21. Juli 202616 %28.000 €
1. Februar 202712 %27.250 €
1. August 20278 %26.500 €
1. Februar 20284 %25.750 €
1. August 20280 %25.000 €
1. August 20300 %22.000 €

Anrechenbare Kosten sind der Höchstbetrag, den die KfW für die Wärmepumpe ansetzt. Kostet die Anlage mehr, zählt trotzdem nur dieser Betrag.

Je später der Antrag, desto weniger Geld. Ab August 2028 fällt der Klimabonus ganz weg. Für Wärmepumpen sinkt im ersten Quartal 2027 außerdem die Grundförderung auf 15 Prozent, wenn das Gerät aus einem Land außerhalb der EU stammt. Für Geräte aus der EU bleibt sie bei 30 Prozent. Der genaue Stichtag steht noch nicht fest.

!Für dieselbe Familie Becker fällt die Förderung im Februar 2027 niedriger aus. Sie bekäme nur noch 11.445 Euro, das sind 1.435 Euro weniger.

Das wird alles bezahlt

Gefördert wird nicht nur das Gerät. Diese Kosten zählen mit.

  • ✓Einbau und Inbetriebnahme
  • ✓Ausbau und Entsorgung der alten Heizung und des Öltanks
  • ✓Speicher für Heizung und Warmwasser
  • ✓Neue Heizkörper oder eine Fußbodenheizung
  • ✓Elektroarbeiten, Fundament und Leitungen
  • ✓Die Bohrung bei einer Erdwärmepumpe
  • ✓Die Feineinstellung der Heizung, der sogenannte hydraulische Abgleich

Diese Voraussetzungen gelten

  • ✓Ihnen gehört das Haus.
  • ✓Das Haus ist kein Neubau. Der Bauantrag liegt zum Zeitpunkt der Förderung mindestens fünf Jahre zurück.
  • ✓Der Antrag ist gestellt, bevor die Arbeiten beginnen.
  • ✓Ein Fachbetrieb baut die Wärmepumpe ein.
  • ✓Das Gerät steht auf der Förderliste des Bundes. Es muss sparsam und leise genug sein.
  • ✓Sie bestellen einen digitalen Stromzähler mit Steuerung. Dabei helfen wir Ihnen.
!Manche Städte schreiben für bestimmte Straßen vor, dass Häuser ans Fernwärmenetz müssen. Gilt das für Ihre Adresse, gibt es für eine eigene Wärmepumpe keine Förderung. Ob das bei Ihnen der Fall ist, prüfen wir vor dem Angebot.

So läuft der Antrag ab

  1. 1.Wir schauen uns Ihr Haus und Ihre Heizung an und machen Ihnen ein Angebot.
  2. 2.Sie unterschreiben den Auftrag. Darin steht, dass er nur gilt, wenn die KfW die Förderung zusagt. So gehen Sie kein Risiko ein.
  3. 3.Wir erstellen die Bestätigung, die die KfW für den Antrag verlangt.
  4. 4.Sie stellen den Antrag im Kundenportal der KfW. Wir bereiten alles vor und helfen Ihnen Schritt für Schritt. Abschicken müssen Sie ihn selbst. Das schreibt die KfW so vor.
  5. 5.Nach der Zusage bauen wir die Wärmepumpe ein. Dafür haben Sie bis zu drei Jahre Zeit.
  6. 6.Wir bestätigen den Einbau. Sie laden die Rechnungen hoch und die KfW überweist den Zuschuss auf Ihr Konto.

Der Zuschuss kommt erst nach dem Einbau. Die Rechnung zahlen Sie also zunächst selbst. Zur Überbrückung gibt es von der KfW einen Ergänzungskredit bis 120.000 Euro, den Sie über Ihre Bank beantragen können.

Wer den Einkommensbonus beantragt, kann seine Nachweise nach heutigem Stand erst ab Januar 2027 einreichen. Das Geld kommt dann entsprechend später.

Zusätzliche Hilfe in NRW und in Dortmund

Die große Förderung kommt vom Bund und ist überall in Deutschland gleich. NRW und die Stadt Dortmund helfen nur in bestimmten Fällen zusätzlich, meist mit günstigen Darlehen und bei Erdwärme.

  • ✓Das Land NRW bezuschusst Erdbohrungen für Erdwärmepumpen in Häusern mit drei oder mehr Wohnungen. Es gibt 30 Euro je Bohrmeter und höchstens 15.000 Euro.
  • ✓Die NRW.BANK vergibt günstige Darlehen für die Modernisierung. Bei kleinerem Einkommen wird ein Teil des Darlehens erlassen.
  • ✓Die Stadt Dortmund zahlt für Erdwärmepumpen 15 Prozent dazu und höchstens 10.000 Euro, solange Geld im Topf ist.

Für die übliche Luftwärmepumpe im Einfamilienhaus gibt es keinen eigenen Zuschuss vom Land. Mehrere Förderungen lassen sich auch nicht unbegrenzt kombinieren. Was in Ihrem Fall zusammenpasst, rechnen wir vorher durch.

Muss ich jetzt eine Wärmepumpe einbauen

Nein. Seit dem 29. Juli 2026 gilt das neue Gebäudemodernisierungsgesetz. Die Vorgabe von 65 Prozent erneuerbarer Energie wurde gestrichen. Eine neue Gasheizung oder Ölheizung bleibt erlaubt.

Sie muss ab 2029 aber mit einem wachsenden Anteil Biobrennstoff oder Wasserstoff laufen. Es beginnt mit 10 Prozent. Ab 2040 sind es 60 Prozent. Förderung gibt es nur für klimafreundliche Heizungen wie die Wärmepumpe.

Häufige Fragen

Über die KfW sind aktuell bis zu 70 Prozent drin, bei kleinem Einkommen sogar bis zu 80 Prozent. Wir schauen für Sie, was geht, bereiten die Unterlagen vor und gehen den Antrag mit Ihnen zusammen durch.

Was kommt für Ihr Haus heraus

Machen Sie den kurzen Fördercheck oder rufen Sie uns an. Wir rechnen Ihre Förderung durch und bereiten den Antrag gemeinsam mit Ihnen vor.

Mögliche Förderung

70 %

Beispiel rund 21.000 € Zuschuss bei 30.000 € förderfähigen Kosten.

Unverbindliche Schätzung, Stand 2026. Die genauen Werte hängen vom Einzelfall ab und ändern sich halbjährlich. Ihren genauen Satz nennen wir mit dem Angebot. Den Antrag übernehmen wir für Sie.

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